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Zeit der Kraniche

Im Herbst sind die Kraniche ab September bis Anfang November anzutreffen. Dabei halten sie sich vor allen Dingen entlang der Südlichen Boddenküste auf. Während des Tages sind sie auf abgeernteten Getreidefeldern, hier besonders auf den Maisfeldern zu finden, wo sie sich die für den Weiterflug notwendigen Energiereserven anfressen.

Weshalb es sich durchaus lohnt, abseits der Kranichbeobachtungseinrichtungen und Kranich-Utkieks der Region einfach mal am Straßenrand anzuhalten und nach den Kranichen auf den Feldern, wo sie mitunter zu Tausenden anzutreffen sind, Ausschau zu halten.


Ihr bevorzugtes Rastgebiet ist dabei der Bereich zehn Kilometer nördlich und südlich der Bundesstraße B 105 zwischen den Städten Ribnitz-Damgarten und Stralsund. Gerade am Feldrand kann man diese einzigartigen Vögel und ihr Verhalten in der Gruppe aus unmittelbarer Nähe beobachten. Man kommt hier sehr nah an den Kranich heran und kann diesen intensiv erleben. Womit man im Küstenvorland im Grunde auf individuelle "Kranichsafari" gehen kann. Aber Vorsicht: Auf keinen Fall dürfen die Kraniche gestört werden, denn ungestörte Zwischenstopps mit ausgiebigen Nahrungsaufnahmen sind für die großen Vögel überlebenswichtig.

Am Pramort, dem östlichste Teil vom Zingst, befindet sich der bedeutendste Rastplatz des Grauen Kranichs in Mitteleuropa. Bis zu drei Viertel der gesamten nord- und osteuropäischen Population pausiert in der Rügen-Bock-Region. Wobei der abendliche Einflug mehrerer tausender Kraniche zu ihren Schlafplätzen besonders fasziniert. Die langgezogenen Ketten oder keilförmigen Flugformationen sowie die weithin hörbaren Rufe der Altvögel sind ein phantastisches, nachhaltiges Naturschauspiel. Von der Meiningenbrücke aus und dem Kranichdorf Bresewitz lässt es sich wunderbar verfolgen.



eingetragen am: 01.06.2020